Projekt Birkenfeld

 

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Walcker – Orgel von 1955

 

Schon bei der Besichtigung dieses Instruments in einer Kapelle war ich von den klanglichen Grundstimmen angenehm überrascht. Auch die technische Ausführung Walckers war eher noch an der Ausführung um 1900 orientiert. So bot sich die Möglichkeit, durch eine gründliche Überarbeitung und einige Umbaumaßnahmen ein Instrument für den gottesdienstlichen und kleinkonzertanten Einsatz wiederzugewinnen.

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früherer Standort, eingeengt in Gitterwerk

 

Technisch galt es zunächst, diverse Mängel zu beheben. So hatten sich beispielsweise durch Feuchtigkeit die Tastenbeläge abgelöst.

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Beide Manuale erhielten massive Ahornholzbeläge.

 

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Die Disposition wurde mit überschaubarem Aufwand abgeändert:

I:        
1. Gedeckt
2. Prinzipal
3. Mixtur
8'
4'
4fach
1. Gedeckflöte
2. Prinzipal
3. Mixtur
8'
4'
4fach
Neuregister


II:        
4. Quintade
5. Nachthorn
6. Schwiegel
7. Zimbel

8'
4' (Prospekt)
2'
1'

4. Gedeckt
5. Nachthorn
6. Schwiegel
7. Quinte
8'
4'
2'
2 2/3'
aus I


Neuregister
Pedal:        
8. Pommer
9. Subbass

4'
16'

8. Pommer
9: Subbass
8'
16'
1 Oktave neu

 

Im ersten Manual wurde als Mischregister neu eine Gedecktflöte eingefügt. Die wesentlich weitere Mensur trägt nun dieses Werk. Das vorhandene Gedeckt wanderte ins zweite Manual und steht nun anstelle der Quintade. Da bei einem Instrument dieser Größe eine Klangkrone vollkommen ausreicht, konnte die Zimbel durch eine Quinte ersetzt werden. Als Färbestimme und auch im solistischen Gebrauch fügt sich diese Stimme wunderbar ins Werk ein.

Für die Pedalpfeifen war als Gehäuse lediglich ein Gitterverschlag vorhanden. Hier wurde passend zum bestehenden Vorderbau ein Rückgehäuse ergänzt. Damit konnte zugleich ein Zugang für künftige Wartungen und Stimmungen geschaffen werden.

Mit einem Gottesdienst feierte die neue Gemeinde
zu Ostern 2010 die Einweihung.